Verbindlich

Nicht die Person muss normalisiert werden – die Lebenssituation soll möglichst normalisiert werden.

fachlich

Unser Ziel

Lebens- und Entfaltungsfelder schaffen, sodass jeder Klient möglichst gesund, aktiv und kompetent an möglichst normalisierten Lebenssituationen und -bedingungen teilnehmen und teilhaben kann.

Unsere Verpflichtung

Wir richten unser Handeln verbindlich an den Menschen und ihrem Alltag aus. Dabei schaffen wir Möglichkeiten für kompetente Teilhabe, Selbstbestimmung und persönliche Entwicklung. Diese sechs Verpflichtungen geben uns Orientierung für unser tägliches Handeln.

1.

Kompetente Teilhabe ermöglichen – Möglichst selbstbestimmt und aktiv am Alltag teilhaben.

2.

Normalisierte Lebenssituationen ermöglichen – Alltag, Räume und Angebote möglichst lebensnah gestalten.

3.

Selbstbestimmung ermöglichen – Wahlmöglichkeiten schaffen und Entscheidungen selbst treffen lassen

4.

Bedarfsgerecht begleiten – So viel Unterstützung wie nötig, so viel Selbständigkeit wie möglich

5.

Sinn und Stabilität schaffen – Angebote geben Sicherheit und haben einen Sinn

6.

Entwicklung nachvollziehbar dokumentieren – Leistungen, Veränderungen und wichtige Situationen festhalten.

Gestaltungsrahmen

Kompetente Teilhabe entsteht in konkreten Lebenssituationen. Sie wird durch das Zusammenspiel von persönlichen Voraussetzungen, dem Alltag, dem Umfeld und der professionellen Begleitung beeinflusst.

Person

Wir berücksichtigen Fähigkeiten, Bedürfnisse, Interessen, Erfahrungen und persönliche Wünsche. Dabei nehmen wir wahr, was einem Menschen wichtig ist, welche Entscheidungen er selbst treffen kann und wo er sich einbringen möchte.

Alltag

Wir orientieren uns an konkreten Alltagssituationen und schaffen Möglichkeiten, Erfahrungen zu machen, Verantwortung zu übernehmen und sich aktiv einzubringen.

Umfeld

Wir gestalten Räume, Strukturen, Beziehungen und Angebote so, dass sie Orientierung, Sicherheit und Teilhabe unterstützen.

Professionelle Begleitung

Wir begleiten, beraten und unterstützen entsprechend dem individuellen Bedarf. Dabei schaffen wir Möglichkeiten, eigene Fähigkeiten einzusetzen, Neues auszuprobieren und Erfahrungen zu sammeln.

Entwicklung und Reflexion

Wir beobachten und dokumentieren relevante Veränderungen und Entwicklungen. Die Dokumentation unterstützt die gemeinsame Reflexion und hilft uns, die Begleitung am aktuellen Bedarf auszurichten.

Konzept

Unser agogisches Konzept basiert auf den Grundsätzen der Funktionalen Gesundheit – einem international anerkannten Verständnis von Gesundheit, das nicht nach Diagnosen fragt, sondern danach, was ein Mensch in seinem Alltag tun und mitgestalten kann. Im Zentrum steht die Frage, unter welchen Bedingungen ein Mensch möglichst kompetent an möglichst normalisierten Lebenssituationen teilhaben kann.
Dabei betrachten wir das Zusammenspiel von Klient*in, professioneller Begleitung und Raum. Entscheidend ist, welche Möglichkeiten für Aktivität und Teilhabe im jeweiligen Lebensumfeld entstehen.
Kompetente Teilhabe bedeutet für uns: Menschen können ihren Alltag mitgestalten, eigene Entscheidungen treffen, Verantwortung übernehmen und Erfahrungen sammeln. Unsere Begleitung richtet sich dabei am individuellen Bedarf und an den konkreten Lebenssituationen aus.

Was das im Alltag bedeutet

Kompetente Teilhabe zeigt sich in kleinen, konkreten Momenten: Eine Klientin entscheidet selbst, ob sie beim Znüni-Einkauf mitkommt. Ein Klient übernimmt eine feste Aufgabe in der Wohngruppe, weil sie ihm wichtig ist. Jemand probiert eine neue Freizeitaktivität aus und wird dabei so weit begleitet, wie es nötig ist – nicht mehr und nicht weniger. Genau darin zeigt sich unser Verständnis von Selbstbestimmung, Normalisierung und bedarfsgerechter Begleitung.

Wussten Sie?

Was bedeutet "Funktionale Gesundheit"?

Funktionale Gesundheit fragt nicht nach einer Diagnose, sondern danach, was ein Mensch in seinem Alltag tun und mitgestalten kann. Im Zentrum steht die Aktivität und Teilhabe – nicht die Einschränkung.

Warum sprechen wir von "möglichst normalisierten Lebenssituationen" statt von "Normalität"?

Nicht die Person soll sich anpassen oder "normalisiert" werden – sondern ihr Alltag, ihre Räume und Angebote sollen möglichst lebensnah gestaltet sein. Die Lebenssituation passt sich dem Menschen an, nicht umgekehrt.

Wie viel Unterstützung erhalten Klient*innen im Ungarbühl?

Genau so viel wie nötig – und so wenig wie möglich. Wir begleiten bedarfsgerecht, damit möglichst viel Selbständigkeit erhalten bleibt oder gefördert wird.

Können Klient*innen im Ungarbühl selbst mitentscheiden?

Ja. Selbstbestimmung ist eine unserer sechs Verpflichtungen: Wo immer möglich, schaffen wir Wahlmöglichkeiten und lassen Entscheidungen bewusst bei den Klient*innen selbst.

Warum wird die Entwicklung der Klient*innen dokumentiert?

Die Dokumentation hält wichtige Veränderungen und Situationen fest und bildet die Grundlage für die gemeinsame Reflexion – so richten wir unsere Begleitung laufend am aktuellen Bedarf aus.

Zeit für ein Gespräch?

Beni Meister

052 630 66 01
beni.meister@ungarbuehl.ch
Beni Meister
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